Japanische Esskultur

Essen genießen hat in Japan einen hohen Stellenwert. Üblicherweise wird mit Freunden, Kollegen oder Familie zusammen gegessen und zugleich auch groß zelebriert. Im Gegensatz zu Österreich, wo jeder sein Gericht auf einem eigenen Teller serviert bekommt, wird in Japan das Essen in kleinen Schälchen serviert. Diese vielen kleinen Gerichte werden von allen am Tisch geteilt. Oft werden diese Abende von viel Sake (japanischer Reiswein) und Bier begleitet. Es gibt in Japan außerdem wenige Lokale in denen nur Getränke bestellt werden können. Essen gehört einfach immer dazu.


Die Japaner achten sehr darauf, dass die Speisen die fünf Sinnesqualitäten der gustatorischen Wahrnehmung enthalten. Sprich alle Geschmackswahrnehmungen die Menschen beim Essen empfinden können. Diese sind salzig, sauer, süß, bitter und umami. Umami bedeutet frei übersetzt “würzig” oder “wohlschmeckend”. Hier ergeben sich für uns Europäer ganz neue Geschmackserlebnisse. Was ich bei der traditionellen japanischen Küche, genannt Washoku, besonders beeindruckend finde, ist die Verbindung mit der Natur und ihren vielfältigen lokalen Zutaten. Es wird sehr darauf geachtet, dass saisonale und frische Produkte verwendet werden. Die japanische Küche gilt als eine der gesündesten weltweit und ist auch ästhetisch ein absoluter Hingucker. Kunstvoll angerichtet und mit aufeinander abgestimmten Lebensmitteln garniert.


Mein absolutes Lieblingsgericht in der traditionellen japanischen Küche sind Ramen. Ursprünglich stammt die Suppe aus China, mittlerweile ist sie von der japanischen Küche aber nicht mehr wegzudenken. Ramen kamen bereits im 19. Jahrhundert nach Japan und wurden dort weiterentwickelt und zu einem ganz eigenen Gericht gemacht. In Japans Großstädten gibt es Ramen Restaurants tatsächlich an jedem Straßeneck. Ramen bestehen aus Suppe, Soße, Nudeln und Toppings. Hochwertige Zutaten, der Verzicht auf Zusatzstoffe und eine lange Einkochzeit sorgen für ein einzigartiges Aroma. Ramen können mit Fleisch aber auch vegetarisch oder vegan zubereitet werden. Geschmack und Fettgehalt variieren dann aber sehr stark.


Wenn ich Ramen koche bereite ich die Nudeln selbst zu. Sie sehen in etwa so aus wie sehr lange dicke Spaghetti. Die Kunst dabei ist es, die Nudeln so leicht bissfest zuzubereiten, dass sie sich mit der Suppe vollsaugen, dabei aber nicht matschig werden. Ramen werden in Japan sehr fettig gegessen, dabei wird aber darauf geachtet, dass das Fett viele ungesättigten Fettsäuren enthält. Verfeinert kann die Suppe mit Sojasoße, Miso, Gewürzpasten, Chili- oder Knoblauchöl werden. Beim Topping sind eigentlich keine Grenzen gesetzt: ob Schweinebauch, Tofu, Sojasprossen, Pilze, Algen uvm. ist alles möglich und hängt ganz vom Geschmack der Gäste ab.


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Ess-cort

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